TG Bad Waldsee Volleyball

Volleyball-Regionalliga-Spitzenreiter Bad Waldsee hat gegen die TSG Heidelberg-Rohrbach in der Sporthalle der Eugen-Bolz-Schule mit 3:1 gewonnen. Es war ein Kampfspiel auf höchstem Niveau, das auch zumindest phasenweise spielerische Glanzlichter setzte.

Als sich in der 105. Minute Spielertrainer Lucas Wentz von der TSG am Aufschlag sah, wurde es still in der Halle. Knisternde Spannung beim Satzstand von 2:1 für die Gastgeber und 24:21 im vierten Durchgang. Ein Matchball hatte die TG bereits verschlagen, als Wentz von der hinteren linken Ecke seines Spielfeldes den Ball Richtung Bad Waldsee auf die Reise schickte.

Fast zwei Stunden davor waren die Teams ins Match gegangen, die TG mit Simon Scheerer auf der Zuspielposition, als Diagonal Axel Bloching, auf den Außenpositionen Jan Herkommer und Lucas Romer, in der Netzmitte Ralf Sauerbrey und Tim Knaus. Als Libero lief Pascal Eisele auf. Geprägt war der erste Akt von einer gewissen Nervosität beider Teams, zu Beginn bei der TSG, danach und gegen Satzende bei den Platzherren. Der logische Ausgang mit 21:25 entsprach dem Spielverlauf. Diesen Satz und noch einige Spielphasen später dominierte die Nr. 16 der TSG, Patrick Foit mit ungemein kraftvollen Aufschlägen und wuchtigen Angriffen.

 

In der Folge besann sich die TG eines Besseren und nahm das Gesetz des Handelns mehr und mehr in die Hand. Das Aufschlagsrisiko der TG stieg, damit jedoch auch der Druck auf den gegnerischen Spielaufbau. Alles andere wäre fatal gewesen, denn aus einer geordneten Annahme gelangen den Gästen stets wirkungsvolle Angriffe. Umgekehrt zeigte die Defensivreihe der TG mit Kapitän Herkommer, Lucas Romer und Pascal Eisele eine vorbildliche Leistung. In gleichem Maß entwickelte sich in der Netzmitte der TG ein immer auffälligeres Block und Schnellangriffsverhalten. Zumindest im letzteren Bereich konnte die TSG nicht gleichziehen. Für Co-Trainer Peer Auer war gerade dieses der technische Unterschied, der den Sieg für die TG begründete. Zu Ende des zweiten Durchgangs gerieten die Gäste zusehends in Bedrängnis und Unordnung, was den entscheidenden Satzball für die TG zum 25:23 ermöglichte.

 

Der dritte Satz sah eine nun doch überlegene TG, in deren Reihen nunmehr Simon Bergmann in der Mitte und Pirmin Dewor auf der Diagonalen ihr Können unter Beweis stellten. So waren es im letzten Satzdrittel eine ganze Reihe durch Zuspieler Simon Scheerer sauber eingeleitete Angriffe, die die eher klare Satzentscheidung mit 25:19 zugunsten der Kurstädter brachten.

 

Auf den Rängen wusste man sich dennoch nicht sicher, ob die TG das bessere Ende für sich behalten würde, zu abgebrüht, kampfstark und hingebungsvoll agierten die Gäste aus der Neckarstadt. Als beim Stand von 12:11 Trainerin Evi Müllerschön zum Aufschlag Jakob Bücker brachte, hielten die TG-Fans den Atem an. Bücker ist ein Spieler der zweiten Mannschaft, jung und ohne Regionalligaerfahrung. Als er drei Spielzüge später wieder Simon Scheerer Platz machte, stand es 14:12. Einstand gelungen und das Risiko der Trainerin belohnt. Dann stand es nach turbulenten endlosen Ballwechseln 24:21. Matchball. Es folgte der schon erwähnte Aufschlag der TSG. Der Spielertrainer der Gäste wurde zum tragischen Helden, sein Ball landete im Netz. Groß der Jubel in der Halle und auf dem Spielfeld.

 

Für Evi Müllerschön hatte die „mentale Stärke“ den entscheidenden Unterschied ausgemacht. „Ihr dürft“, so lautete ihre Vorgabe, „einen Fehler machen, aber nie den gleichen zweimal.“ Ihre Schützlinge haben sich daran gehalten und bleiben Spitzenreiter der Liga.

 

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