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Regionalliga: Frauen stürmen mit einem 3:0 Sieg gegen den SV Fellbach auf Platz zwei der Tabelle

TG Bad Waldsee - SV Fellbach 3:0 (25:22, 25:22, 25:23)

Die Volleyball-Frauen der TG Bad Waldsee setzten ihre Erfolgsserie mit einem 3:0 Heimsieg gegen den SV Fellbach fort. Als Aufsteiger belegt die Mannschaft der Trainer Simon Scheerer und Axel Bloching jetzt den zweiten Platz in der Regionalliga Süd. Ohne übermütig zu sein, darf man mittlerweile getrost vom frühzeitig gesicherten Klassenerhalt des Liganeulings ausgehen. Jetzt richtet sich für die Kurstädterinnen der Blick nach oben, als Ziel peilt das Team mit gutem Recht einen vorderen Rang an.
Vor einer stattlichen Kulisse ging ein in manchen Phasen spannendes Match über die Bühne, geschuldet der Abwehr- und Angriffsqualität des Gästeteams, das um Längen besser auftrat, als sein hinterer Tabellenplatz vermuten ließ. Obwohl in der Tabelle beide Kontrahentinnen ein gehöriges Stück auseinander angesiedelt sind, trat das junge SV-Team frisch und in weiten Phasen durchaus auf Augenhöhe auf. Immer in den entscheidenden Phasen der drei Sätze zeigten sich jedoch die Aufsteigerinnen überraschend abgezockt und ihrer Sache, auch bei Rückständen durchaus sicher. Als spielte die TG schon seit Jahren in der Liga, hinterließ sie einen überaus routinierten Eindruck und ließ sich von ihrer Zuversicht, am Ende die Bessere zu sein, auch durch zwischenzeitliche Rückschläge nicht abbringen. Diese Siegesgewissheit ging sicher in Teilen auf das Konto des Trainergespanns, das sowohl in der Entscheidung für Auszeiten sowie Einwechslungen ein sicheres Händchen bewies. Deutlich zu spüren war dabei die intensive Ansprache Scheerers, der seinen Spielerinnen stets auf den Punkt genau entscheidende Tipps geben konnte.
Gegen Ende der einzelnen Spielabschnitte schienen die Gastgeberinnen Ernst zu machen, um die Bigpoints erfolgsreich zu ihrer Beute zu machen. Freilich bot der Spielablauf vor allem im dritten und finalen Satz eine Art von Spannung, ohne die das Publikum gut und gerne hätte leben können. Im Grund sprechen die Satzergebnisse ihre treffende Sprache.
Wie in einem Unwetter brach der Spielbeginn über den Frauen aus Fellbach herein. Frühzeitig führten die TG-Damen mit 7:1, um allerdings zur Satzmitte ihren Faden zu verlieren. Hier zeigte sich zum ersten Mal deutlich die Wirkung der treffenden Ansprache der TG-Verantwortlichen. Die eigentliche Schlussphase dieses Satzes war geprägt durch trockene Blocks der Elsäßer-Schwestern Henriette und Charlotte. In kritischen defensiven Phasen bewies Libera Katja Real Ruhe und Überblick, übernahm nicht nur Abwehraufgaben, sondern schaltete sich auch sehr effizient ins Aufbauspiel ein. Auch wenn das Satzergebnis knapp klingt, hatte man nie das Gefühl, am Ende könnte es schief gehen.
Ganz ähnlich der zweite Satz, der am Ende die Gastgeberinnen wieder vorne sah. Mit durchdachten Aufbauaktionen glänzte die Zuspielerin Corinna Bertsch, die nicht nur Mittel- und Außenangreiferinnen, sondern höchst effizient auch ihre Namensvetterin, die Diagonalangreiferin Kathrin Bertsch in Szene setzte.
Der dritte Satz verlief lange Zeit ausgeglichen, wobei sich kein Team in der Lage sah, deutlichere Vorsprünge herauszuspielen. Richtig Fahrt nahm das Match zum Ende hin auf. Angriffe der SV-Frauen wirkten nun zwingender und die TG war, wie sie es gewöhnt ist, zu höchst engagierten Abwehraktionen gezwungen. Drei krachende Blocks in Serie von Thea Bodenmüller entschieden schließlich ein attraktives Spiel, in dem der Kapitänin und Libera Katja Real die Ehre der wertvollsten Spielerin bei der TG zukam.
Für die Matchgewinnerinnen geht es am Samstag um 19.30 Uhr ins nächste Spiel beim Tübinger Modell, eine im Mittelfeld angesiedelte Mannschaft.
(Franz Vogel)

Corinna Bertsch, Hannah Thoma, Kathrin Bertsch, Katja Real, Medine Sükün, Charlotte Elsäßer, Thea Bodenmüller, Anja Ginoska, Sarah Kempter, Henriette Elsäßer, Linda Herkommer