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TG-Volleyballfrauen sind nach klarem 3:0 Heimerfolg gegen den TSV GA Stuttgart 2 alleiniger Spitzenreiter in der Oberliga

TG BW - TSV GA Stuttgart 2 3:0 (25:9, 25:15, 25:20)
Die zahlreichen Volleyballfans brauchten ihre Entscheidung, dem Frauenoberligamatch der TG Bad Waldsee gegen den TSV Stuttgart beizuwohnen, nicht zu bereuen. Sie erlebten über weite Phasen eine Paradevorstellung der Gastgeberinnen, die sich nur in kurzen Episoden aus dem Rezept bringen ließen. Freilich konnte das heimische Team die zwingende Gangart des ersten Satzes nicht in Gänze aufrechterhalten, dennoch zeigte sich die TG-in einer bestechenden Form, wobei man nie hätte den Eindruck gewinnen müssen, das Match könnte ihr aus den Händen gleiten.
In allen Mannschaftsteilen, zuvorderst ist die effiziente Feldabwehr zu nennen, die nahezu keinen Gegnerball auf ihren Boden zuließ, zeigte sich die TG überlegen. Die solide und zuverlässige Annahme tat ihr übriges zum grundsoliden Gesamteindruck. Auf dieser Basis aufbauend war es den zentralen Spielerinnen möglich, ein zwingendes Angriffsspiel aufzuziehen. Überaus zuverlässig mit spürbarer Ausstrahlung zeichnete sich augenfällig nicht nur in der überragenden Anfangsphase Libera Alexandra Graf aus. Ihr gelang es immer wieder, durch ihren erfrischenden Auftritt ihre Mitspielerinnen mitzureißen. Belohnung am Rande für sie war ihre Wahl zur wertvollsten Spielerin der TG. 
Zählbares ließ demnach nicht lange auf sich warten. Dankbar verwerteten Laura Weber. Charlotte Elsäßer, Katja Real, Linda Herkommer und auch Klara Röttger die Vorlagen in wertvolle Punkte. Bei beiden letzteren stach auch ihre beeindruckende Aufschlagstärke ins Auge. Nicht zuletzt die Aufschlagsqualität der TG war Ursache des zunächst eindeutigen Spielverlaufs.
Nicht ganz so zwingend, insgesamt aber überzeugend, traten die Platzherrinnen in den Sätzen zwei und drei des Spiels auf. Beides mal gelang es, nach Satzmitte die bis dahin knappen Vorsprünge auszubauen. Das 3:0 am Ende war für die Sieger verdient, wenngleich die Mannschaft gut beraten ist, diese Auseinandersetzung nicht über zu bewerten. Dazu waren die Spielpartnerinnen aus der Landeshauptstadt an diesem Tag einfach nicht stark genug.
Ungewöhnlich an diesem Tag war zum einen das Wiedersehen mit Christina Sterk, einem TG-Eigengewächs auf Stuttgarter Seite. Zum anderen erlebte das Publikum in Gestalt von Linda Herkommer und ihrer Schwester Sarah die ungewöhnliche Situation des Auftritts zweier Zwillingsschwestern in unterschiedlichen Teams.
Das nächste Spiel der TG-Frauen steht unter einem gänzlich anderen Vorzeichen. Die TG wird am Samstagabend um 18.00 Uhr in Reutlingen auf die dortige TSG treffen, ein Gegner, der als Tabellendritter und Altbekannter von deutlich anderem Kaliber sein wird.
(Franz Vogel)