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Geschwächte TG verliert den Anschluss in der Volleyball-Regionalliga - 1:3 Niederlage beim VfL Sindelfingen

VfL Sindelfingen - TG Bad Waldsee 3:1 (25:23, 22:25, 25:20, 25:19)

Die TG Bad Waldsee hat den erhofften Anschluss ins Mitteldrittel der Tabelle nicht geschafft. Beim alten Rivalen VfL Sindelfingen kassierte die Mannschaft um Trainerin Eva Müllerschön eine schmerzhafte 1:3 Niederlage. Damit hängen die Oberschwaben im unteren Tabellendrittel fest. Manchmal erzählen Zahlen den Verlauf einer Auseinandersetzung. So auch bei diesem Match. Viermal gelang es einem Team die Vorsprungserie des Gegners zu durchbrechen, um dann selbst die jeweiligen Sätze erfolgreich zum guten Ende zu bringen. Diese Leistung gelang den Gastgebern dreimal, der TG eben nur einmal. Müllerschön hatte dem Vorschlag des Langzeitverletzten Kapitäns Marc Moosherr, der wenigstens einen Satz trotz Verletzung unbedingt spielen wollte, entsprochen. Das Satzergebnis von 25:23 beantwortet die Frage, ob das die richtige Maßnahme war. In den Sätzen zwei bis vier wurde Moosherr aus guten Gründen geschont. Lange Zeit hatte sich das Geschehen mit knappen Spielständen – meistens bei leichten Vorsprüngen der Platzherren hin und her bewegt, ohne dass ein Team einen eindeutigen Vorsprung erspielen konnte. Dann gelang es dem VfL eine gute Serie der TG zu durchbrechen, was zum letztendlichen Satzgewinn führte.
Bereits zu diesem Zeitpunkt muss der TG klar geworden sein, wie das Spiel der Gastgeber läuft. In ihren Reihen befand sich ein Diagonalspieler namens Sven Metzger, der fast im Alleingang entscheidende Punkte holte. Dieser Mann hatte an diesem Samstagabend eine blendende Form an den Tag gelegt und konnte von den relativ unkonzentrierten Blockspielern der TG zu keiner Phase gebremst werden. Evi Müllerschön war klar, dass dieser Mann nur durch absolute mannschaftliche Geschlossenheit in den Griff zu bekommen war. In diesem Sinne lautete dann auch ihre Ansprache in der Pause nach dem ersten Spielabschnitt. Erfolgreich, denn Satz zwei fiel nach sehr knappem Verlauf in die Hände der TG.
Bedeutend klarer verliefen die restlichen Spielteile. Meist führten die Gastgeber oft mit bis zu vier Punkten und waren in der Lage, diese knappen Vorsprünge ins Ziel zu bringen. Dieses gelang dem VfL im dritten Satz nach eher verhaltenem Verlauf, im vierten Satz jedoch umso klarer. Der Sieg des VfL ist verdient, trotzdem war Müllerschön auf ihr geschwächtes Team stolz und sieht ohne Furcht den beiden nächsten Duellen mit aktuellen Spitzengegnern entgegen.
(Franz Vogel)

TG: Andreas Beck, Marc Moosherr, Simon Bergmann, Simon Scheerer, Nico Bloching, Stephan Diakow, Lennart Littmann, Salomo Halder, Robin Cronau, Pascal Eisele, Kirill Penner