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Herren 1: TG bezwingt den Tabellennachbarn SG MADS Ostalb klar mit 3:0

TG Bad Waldsee - SG MADS Ostalb 3:0 (25:18, 25:12, 25:21)

Vor einer eher mageren Kulisse wahrten Trainerin Evi Müllerschöns Männer die Chance auf den Klassenerhalt in der Regionalliga Mit dem eindeutigen und in dieser Klarheit verdienten 3:0 gegen den Tabellenachten SG MADS Ostalb legten die Gastgeber zwischen sich und die Abstiegszone nunmehr vier Punkte. Evi Müllerschön beschrieb das Ganze so: „Zwei Sätze lang haben wir wirklich Volleyball gespielt und dabei auch gekämpft, im dritten Satz mussten wir hart arbeiten.“
Die Trainerin schien ihre zuverlässige Sechs an diesem Samstagabend in der Sporthalle der Eugen-Bolz-Schule gefunden zu haben. Außer Kurzeinsätzen von Axel Bloching und Robin Cronau, die im Übrigen ihre Sache ordentlich machten, verließ sie sich auf Pascal Eisele als Libero und Kapitän Pirmin Dewor auf der Diagonalen. Das Zuspiel besorgte Simon Scheerer, auf der Mitte liefen Marc Moosherr und Ralf Sauerbrey auf, als Außenangreifer vertraute sie auf Andreas Beck und Neuzugang Christian Scholze.
Letzterer tat dem Team nicht nur durch seine durch seine sehr guten volleyballerischen Fähigkeiten gut, vielmehr strahlte er innere Ruhe und Abgeklärtheit aus, was seinen Mannschaftskameraden in letzter Zeit oft abging. Zum auffälligsten Spieler auf Seite der Platzherren entwickelte sich Zuspieler Scheerer, der nicht nur reihenweise Aufschläge verwandelte, sondern auch große Strecken auf dem Weg zum Ball zurücklegte. Dessen nicht genug gelang ihm ein ums andere Mal trickreich den Ball auf des Gegners Feld zu bringen.
Der Einstieg in Akt eins geriet schleppend, hatte die TG doch mit einigen Annahmeproblemen zu kämpfen. Erst beim Stand von 9:8 lagen die Kurstädter durch einen erfolgreichen Angriffsball auf der Außenposition durch Andreas Beck vorne. In der Folge liefen die Angriffe der TG immer schneller und erfolgreicher. Punktesammler Dewor wurde mehrfach seinem Ruf gerecht und sorgte im Konzert mit Marc Moosherr und Andreas Beck für einen sicheren Sechspunktevorsprung zum 24:18. Den Schlusspunkt aber setzte der an diesem Abend glänzend aufgelegte Simon Scheerer mit einem krachenden Aufschlagsass.
Diesem ließ Scheerer zu Beginn des zweiten Durchgangs nochmals fünf folgenreiche Aufschläge folgen, was bei den Männern von der Ostalb für gehörige Verwirrung und sichtbarer Verunsicherung führte. Dieser Spielabschnitt geriet im Weiteren zu einer Volleyballlehrstunde. Obgleich aufopferungsvoll kämpfend und nie den Kopf in den Sand steckend fanden die Gäste keinerlei Mittel, um gegen den Sturmlauf der TG zu bestehen. Das Satzergebnis von 25:12 spricht Bände.
Dieses Niveau zu halten, gelang der TG nicht. Vielmehr schlichen sich – wie bei diesem Spielverlauf häufig zu beobachten, Flüchtigkeitsfehler ein, die von den Gästen postwendend bestraft wurden. Deutlich spürten die Gäste das Nachlassen der Konzentration ihrer Gegner. Erstmals im ganzen Spiel musste Evi Müllerschön eine Auszeit beim Stand von 11:11 nehmen, der eine zweite bei 22:20 folgte. Sie hat wohl die richtigen Worte gefunden. Jetzt riss sich die Mannschaft zusammen, kämpfte erbittert um jeden Handbreit Boden und erreichte schließlich das erstrebte Ziel.
Dieser Erfolg – so erfreulich er war - war letztlich die Erfüllung einer Pflicht, die da hieß, sich Luft gegen einen direkten Konkurrenten zu schaffen. Um den kommenden, wesentlich höher gehandelten Gegnern Paroli bieten zu können, bedarf es einer nicht zu knappen Leistungssteigerung, gepaart mit nie erlahmendem Kampfgeist und ein bisschen Spielglück.
(Franz Vogel)

Für die TG spielten: Simon Scheerer, Pascal Eisele, Robin Cronau, Marc Moosherr, Ralf Sauerbrey, Andreas Beck, Christian Scholze, Pirmin Dewor, Axel Bloching