TSG Tübingen - TG Bad Waldsee 3:1 (25:17, 25:21, 22:25, 25:18)
Ein schweres Auswärtsspiel der TG-Regionalligisten zählt zum Besten, was die Mannschaft in dieser Saison zu bieten hatte. Freilich muss die TG ihren Gastgebern, dem Tabellenzweiten TSG Tübingen, mit 1:3 den Vortritt lassen.
In der Universitätsstadt stellten die Bad Waldseer Volleyballer nach langer Durststrecke ihre Regionalligatauglichkeit unter Beweis. Immerhin an zweiter Stelle in der Tabelle stehend sprachen vor dem Match alle Vorzeichen für einen eher einfachen und klaren Erfolg der TSG Tübingen. Über das ganze Spiel betrachtet konnte Trainer Lucas Romer mit weiten Teilen seiner Mannschaft zufrieden sein, auch wenn es Am Ende zu nichts wirklich Zählbarem gereicht hatte. Aufschlagsstark präsentieren sich die Kurstädter, eine Tugend, die man in den TG-Reihen allzu lange vermisst hatte. Die meist stabile Annahme bei den wahrhaftig nicht einfachen Tübinger Aufschlägen ermöglichte einige zwingende Angriffe, die man den arg abstiegsbedrohten Gästen nicht zugetraut hatte. Das erfolgreiche Blockverhalten der TG-Cracks erstickte immer wieder die schnellen Angriffe der Gastgeber was einerseits zu einem fast aus geglichenen Spielverlauf führte, andererseits beträchtlichen Druck auf die favorisierten Platzherren auslöste.
Vom Start weg versuchten die Gäste mit ihren Mitteln mutig dagegen zu halten und konnten bis zur Satzmitte das Geschehen in der Waage halten. Die Überlegenheit der TSG kam allerdings zur Satzmitte immer deutlicher zum Tragen. Der klare Satzerfolg ist auch in der Höhe verdient, weil die TSG sich am Ende ihrer beträchtlichen Stärken besann und auch ihre Aufstiegsambitionen nachhaltig untermauerte.
Nicht ganz so überzeugend gestalteten die hoch favorisierten Gastgeber den zweiten Durchgang. Mit großem Einsatz beider Mannschaften kam es zu sehr langen, hart umkämpften Ballwechseln. Auf TG-Seite hatte man erkannt, dass man gegen diesen Gegner mit aufopferungsvollem Einsatz durchaus nicht chancenlos dastand. So endete der zweite Durchgang nicht ganz so deutlich wie Teil eins der Auseinandersetzung.
Stark kämpfte sich das Gästeteam im dritten Akt nach klarem Rückstand ins Spiel zurück, um auf gleicher Höhe mit dem Tübinger Spielern ihre Haut so teuer wie möglich zu Markte zu tragen. Dem konstanten Druck, den die TG über den gesamten Satz hinweg durch ihre starken Aufschläge erzeugen konnte, brachte im Zusammenklang mit auffällig variablen Angriffen und erfolgreichem Blockverhalten die TSG in arge Bedrängnis. Der fällige Satzgewinn der Gäste war verdient, denn die kämpferische Leistung stand außer Zweifel.
Sichtlich am Ende ihrer Kräfte nach dem Kraftakt im erfolgreichen dritten Satz, gelang es den Oberschwaben nicht mehr, wirklich erfolgreichen Widerstand zu leisten. Das klare Satzergebnis bezeugt die am Ende zwingende Überlegenheit im Auftritt des Aufstiegskandidaten. Für die TG stand eine kämpferisch überzeugende Gesamtbilanz zu Buche, auch wenn die Enttäuschung über das Endergebnis nicht zu übersehen war. Dennoch lieferte die unterlegene Mannschaft eine geschlossene und überzeugende Vorstllung ab, auf der die Mannschaft in den restlichen Auftritten aufbauen kann.
Zum VIP bei den siegreichen Gastgebern wurde Zuspieler Jonas Kuhn gewählt, bei den Gästen zum wiederholten Mal Joshua Müller, dem als Libero wie schon letzte Woche die zusätzliche Aufgabe des Spielmachers zukam.
Die nächste Herausforderung für die TG-Männer steigt am kommenden Sonntag, 16.00 Uhr in eigener Halle gegen den im sicheren Mittelfeld angesiedelten altbekannten Gegner TSV G.A. Stuttgart.
(Franz Vogel)
TG: Can Adeojo, Andi Beck, Simon Bergmann, Benni Fritzenschaf, Tim Knaus, Milos Mandaric, Dominik Milak, Joshua Müller, Gero Schairer.