VfB Ulm - TG Bad Waldsee 2:3 (25:23, 14:25, 25:21, 22.25, 13:15)
Die TG Bad Waldsee überrascht beim direkten Konkurrenten und entführt in einem überaus engen Match zwei Punkte aus der Donaustadt. Die reinen Zahlen – 3:2 (23:25, 25:14, 21:25, 25:22, 15:13) vermögen zwar nicht die volle Dramatik des Spiels zu erzählen, geben jedoch eine Ahnung des Spielgeschehens.
Mit dem Kernteam und auch der entsprechenden Aufstellung hatte sich sich die TG-Männervertretung an die Donau begeben. Wieder war es Joshua Müller, dem sowohl in seiner Rolle als Libero die Abwehrorganisation, als auch Spielaufbau und Angriffsinitiative oblagen. Er erledigte seine anspruchsvolle und umfangreiche Aufgabe mit Bravour und erhielt am Ende des Spiels hoch verdient die Ehre des MVP.
Das Spiel startete mit einer knappen Führung der Ulmer Mannschaft, die jedoch rasch von der TG gekontert wurde. Ausgeglichen wogte in der Folge das Spielgeschehen hin und her, bis zur Satzmitte die Gastmannschaft mit vier Punkten vorne lag. Die nun beantragte Auszeit des Ulmer Coaches trug Früchte, denn seinem Team gelang es, nicht nur auszugleichen, sondern auch zwei Satzbälle zu erzwingen. Beim zweiten Versuch glückte der Spielzug womit sich die Platzherren einen äußerst knappen Satzerfolg gutschreiben konnten.
Die TG hatte den Mut durchaus nicht verloren und ging völlig mit sich im Reinen in den zweiten Durchgang. Diese Lockerheit trug im Verlauf des zweiten Satzes reichlich Früchte, denn die Gastmannschaft ging schnell mit reichlich Punkten Vorsprung in das Duell. Über 8:18 und 9:20 erreichten die Gäste immerhin elf Satzbälle, die der Verwandlung harrten. Bereits der erste Versuch geriet erfolgreich, womit der Satzgleichstand für die TG geschafft war.
Der dritte Spielabschnitt stand eher im Zeichen der Gastgeber, die ihren bei Zeiten erreichten kleinen Vorsprung etwas ausbauen konnten. Der TG gelang es zwar den zwischenzeitlich ausgebauten Vorsprung der Platzherren etwas zu verringern, dennoch geriet dieser dritte Satz zur verdienten Beute des VfB Ulm.
Zum vierten Spielteil brachte Trainer Lucas Romer als Zuspieler Simon Scheerer, eine Entscheidung mit nachhaltiger Wirkung. Die Gäste fanden mehr Ruhe und Übersicht und machten es den Gastgebern nicht leichter, an die Punkte zu kommen. Beim Stand von 15:15 kippte das Match zu Gunsten der TG, er nicht weniger als fünf Punkte in Serie gelangen. Erst beim dritten Versuch zur Verwandlung mehrerer Satzbälle, erreichte die TG ihr Ziel des Satzausgleichs. Mental sichtlich angeschlagen konnten sich die gastgebenden Männer des VfB nicht mehr erholen und streckten, von der TG erzwungen, für den vierten Satz die Waffen.
Im Schlusssatz ging es zuerst ausgeglichen ohne größeren Vorteil eines Duellanten in die Angangsphase. Längere Zeit sicherten sich die Ulmer Männer einen kleinen Vorsprung, der jedoch von den zu diesem Zeitpunkt hellwachen TG-Cracks ausgeglichen wurde. Die absolute Endphase des Spiels geriet zu einem wahren Krimi. Drei Matchbälle standen für die TG zu Buche, ehe im dritten Versuch die Gäste das Glück des Tüchtigen genießen konnten. Auf VfB-Seite verdiente sich Johannes Pfeifer die Wahl zum MVP.
Die Saison setzt sich für die TG am Samstag 7.3. mit dem Kräftemessen beim Traditionskonkurrenten MADS-Ostalb fort. Sollte die TG nochmals einen Sieg einfahren und Ulm gleichzeitig verlieren, dürfte die Mannschaft vielleicht doch noch das rettende Ufer erreichen können.
(Franz Vogel)
TG: Can Adeojo, Andi Beck, Simon Bergmann, Chris Binoth, Benni Fritzenschaf, Tim Knaus, Milos Mandaric, Joshua Müller, Manuel Probst, Gero Schairer, Simon Scheerer