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G – Volleyballer ziehen sich achtbar aus der Affäre - Glimpfliche 1:3 Niederlage beim Regionalliga-Tabellenprimus

FT Freiburg 2 - TG Bad Waldsee 3:1 (23:25, 25:21, 25:20, 25:22)

Das Endergebnis mit 1:3 bestätigte die Qualität des Tabellenführers. Dass die Trauben im Badischen für die TG-Männer sehr hoch hängen würden, wusste das Team von Trainerin Evi Müllerschön. Die zweite Mannschaft der Freien Turnerschaft 1844 Freiburg belegt nicht ohne Grund den Spitzenplatz in der Regionalliga und stellte ihr Können auch im Spiel gegen die Oberschwaben deutlich unter Beweis. Immerhin gelang den Kurstädtern das Kunststück, wenigstens einen Satz für sich zu verbuchen und sich - auch aufgrund der meist knappen Satzergebnisse – überaus achtbar aus dem ungleich erscheinenden Geschehen zu ziehen. Zwar steht die TG mit leeren Händen da und spürt immer deutlicher den Abstiegsdruck, der auf ihr lastet, dennoch gibt es hoffnungsvolle Ansätze, die als Ergebnis der engagieren Trainingsarbeit zählen. Dazu zählt vor allem der gelungene und hoch engagierte Auftritt des Zuspielers Dietrich Paul, dessen Zuspielqualität auch aus Defensivsituationen glänzte. Seine Wahl zum wertvollsten Spieler der TG war mehr als verdient.
Mit nicht weniger als einem klaren 4:1 Vorsprung begann die TG das Match. Der allerdings von den Gastgebern postwendend ausgeglichen wurde. Im weiteren Verlauf des ersten Spielabschnitts entwickelte sich ein munteres Spiel, durchweg mit leichten Führungen des einheimischen Favoriten. Im letzten Satzdrittel drehte sich das Geschehen zu Gunsten der TG, die in dieser Phase von der zeitweisen Siegesgewissheit und Lethargie der Platzherren profitierte. Doch die Gastgeber schüttelten sich und kamen mit drei Punkten in Serie zum Gleichstand von 23:23. Evi Müllerschön reagierte darauf und nahm sich die letzte Auszeit dieses Satzes. Wieder einmal hatte ihre deutliche Ansprache Erfolg. Bereits den ersten Satzball konnte die TG verwandeln.
Unverändert ging die TG daraufhin in den zweiten Spielabschnitt. Simon Bergmann und Tim Knaus agierten in der Mitte des Netzes, auf der Diagonalen Lennart Littmann und im Zuspiel der frisch getraute Dietrich Paul (früher Penner). Auf den Außenpositionen liefen Andreas Beck und Kirill Penner auf, während Routinier Pascal Eisele die Abwehrorganisation übernahm. Inzwischen war den Platzherren klar geworden, dass sich die TG nicht als Fallobst präsentierte und reagierten postwendend. Im zweiten Durchgang hielten die Gastgeber stets souverän einen deutlichen Abstand zum Gegner, den sie mit dem knapp erscheinendem Vorsprung mit 25:22 zuhause behielten. Die FT hatte am Ende das Problem, eine Unzahl von Satzbällen zunächst nicht verwandeln zu können.
Auch im dritten Durchgang legte die TG zu Beginn vor, ohne jedoch einen entscheidenden Abstand zum Gegner zu erzielen. Ab Satzmitte zogen die Breisgauer dann aber doch deutlich davon und konnten sich schlussendlich über das Satzergebnis von 25:21 freuen.
Im vierten Teil des Spiels versuchte Evi Müllerschön mit dem eingewechselten Nico Bloching zu reagieren. Doch schon zu Beginn des vierten Aktes lag die TG zum wiederholten Male deutlich zurück bis sich die TG zu Satzmitte hin gefangen hatte und ihrerseits noch einmal die Führung übernahm. Erst ab 18:18 entglitt den Oberschwaben das Gesetz des Handelns, die restliche Spieldauer sah dann den abgekochten Spitzenreiter ungefährdet seinen Weg ins Ziel von 25:22 gehen.
Das Fazit der TG-Trainerin klang zufriedenstellend. Die kämpferische Leistung des etwas ersatzgeschwächten Teams stimmte und ihrerseits freut sie sich mit den Bad Waldseer Fans auf die nächsten Wochen, wenn die doch etwas eigenartige Terminplanung zu Beginn der Rückrunde endlich wieder Heimspiele aufweist. Das nächste Match bringt die unmittelbare Klassenerhalts -Konkurrentin TSG Tübingen am 9.12. um 19.00 Uhr in der Eugen-Bolzhalle zum Duell mit der TG.
(Franz Vogel)

TG: Simon Bergmann, Tim Knaus, Lennart Littmann, Dietrich Paul, Andreas Beck, Kirill Penner, Pascal Eisele, Robin Cronau, Nico Bloching