TV Bühl 2 - TG BW 3:0 (25:12, 25:18, 25:17)
Ohne Illusionen und Trainerin Evi Müllerschön, die wegen einer Lehrgangsteilnahme verhindert war, fuhr am Samstagabend die Rumpftruppe der TG-Regionalligacracks ins badische Bühl zum dortigen TV, hatte man doch auf eine ganze Reihe bisheriger Leistungsträger zu verzichten. So standen aus unterschiedlichen Gründen zwei Hauptverantwortungsträger wie Zuspieler Simon Scheerer und Kapitän Marc Moosmann nicht zur Verfügung. Auch der andere etatmäßige Zuspieler Dima Paul fehlte weiterhin und Kirill Penner leidet seit Wochen an einer hartnäckigen Handverletzung, die seinen Einsatz von vornherein ausschloss. Somit konnten einige Positionen nicht mit den eingespielten Stammspielern besetzt werden. Die entsprechenden Folgen für das anstehende Match gegen einen Gegner, den man im „Normalfall“ als bezwingbar eingestuft hätte, ergaben sich umgehend. Gerne nahmen die Liganeulinge diese für sie überraschende Chance wahr und schickten die ligaerfahrenen Oberschwaben nach einem überdeutlichen 3:0 nach Hause.
So räumte Routinier Ralf Sauerbrey nach dem Match ehrlich ein: „Wir hatten keine Chance, Annahme und Aufbau gelangen halbwegs, im Angriff allerdings Fehlanzeige.“ So war es auch ein weiterer Routinier - Libero Pascal Eisele, als Vertreter für Robin Cronau aufgelaufen – der von der Heimmannschaft zum wertvollsten Spieler der TG auserkoren wurde.
Überzeugend und zwingend starteten die Gastgeber ins Match und lagen frühzeitig mit 7:1 deutlich in Front, als auf TG-Seite die erste Auszeit anstand. Einige wenige erfolgreiche Bälle gelangen danach, reichten allerdings bei weitem nicht aus, um den Abstand spürbar zu verringern. Nicht weniger als 14 Matchbälle standen für den TV Bühl an, der dritte gelang letztendlich. Das Satzergebnis spricht Bände.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt lag die nahezu nicht zu lösende Aufgabe klar vor den Augen der Gäste, die ab diesem Zeitpunkt bemüht waren, sich mit Haltung ins Unvermeidliche zu fügen und wenigstens mit fliegenden Fahnen unterzugehen. So gestaltete sich der zweite Durchgang aus TG-Sicht denn auch etwas erträglicher, zur ersten TG-Auszeit stand immerhin ein knappes 13:14 zu Buche. Am klaren Teilergebnis gab sich dennoch keinen Zweifel, nachdem die Gastgeber ihre zwischenzeitliche Lethargie abgeschüttelt und überaus zielstrebig Durchgang zwei nachhause gebracht hatten.
Sehr sicher, wenn auch zahlenmäßig etwas knapper verlief der dritte Satz aus dem Blickwinkel der Gastgeber. Frühzeitig stand für die Platzherren ein komfortabler Vorsprung von vier bis sieben Punkten zu Buche, den diese, ihrer Sache nunmehr traumhaft sicher, zu verspielen, sich nicht annähernd bereit zeigten.
Kein Zweifel, ein überaus bitterer Abend für die Regionalligisten der TG, aus dem man jedoch lernen kann. Evi Müllerschön wird wissen, was zu tun ist, eine weitere Woche harter Trainingsarbeit steht an.
(Franz Vogel)
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