TG Bad Waldsee - Volleyball

Damen 1

Damen 1 (52)

TG Bad Waldsee - BSP Stuttgart 2:3 (25:23, 22:25, 25:23, 15:25, 12:15)

Ersatzgeschwächt musste das Gastgeberteam gegen die badenwürttembergischen Nachwuchshoffnungen antreten und dabei eine knappe 2:3 Niederlage einstecken. Obwohl es tabellarisch für die TG um nichts mehr ging, war es doch ein Match mit ganz besonderem Vorzeichen. Der Trainer der Nachwuchs-Auswahlmannschaft war kein Geringerer als der Bad Waldseer Volleyballcrack Jan Herkommer. Dieser ist im Bundesstützpunkt Stuttgart als Trainer tätig und hat seinerseits nicht geringen Anteil an der Entwicklung im Bad Waldseer Frauen-Volleyball.
Lange Ballwechsel charakterisierten den Auftakt, in dem gegen Satzmitte die Platzherrinnen das Kommando an sich rissen, profitierend von einer hohen Eigenfehlerquote der 15- und 16jährigen Mädchen auf der Gegenseite. Auf Seiten der Gastgeberinnen konnte man sich auf eine anhaltende Stabilität im Abwehrbereich verlassen. Der Satzgewinn geriet klar und überlegen.
Im zweiten Satz ging es zunächst ausgeglichen hin und her. Ab Satzmitte zelebrierten die Gästespielerinnen ein wahres Aufschlagsfeuerwerk und brachten die Einheimischen arg unter Druck. Auch geriet die Annahme der TG immer mehr ins Wackeln. Die leichte Führung des MTV war die Konsequenz und der Satzgewinn angesichts dieser Spielführung erfolgte postwendend. Dennoch war man auf der Gastgeberseite der kämpferischen Leistung der TG-wegen zufrieden.
Dem guten Eindruck blieben die Stuttgarterinnen auch im dritten Durchgang treu und brachten die TG schnell mit 1:6 in Rückstand. Wie jedoch bei jungen Spielerinnen üblich, kam auch bei dieser Mannschaft der Einbruch, weil sie einfach nicht imstande sind, ein hohes Niveau über längere Zeit auf das Feld zu bringen. Auch hatten die TG-Frauen nunmehr zu starkem Aufschlagsverhalten gefunden und brachten die gute Feldabwehr der Gastmannschaft in Nöte. Nach einem Netzroller entschieden nach ausgeglichenem Spiel die Gastgeber den Satz für sich.
Ein gänzlich anderes Bild im vierten Akt. Die jungen Gästespielerinnen fanden zu ihren Stärken und stellten nachdrücklich unter Beweis, warum die als echte Nachwuchshoffnungen gelten. Beindruckend und hoch effizient die Angriffsquote und das überzeugende Blockverhalten. Die TG wurde nahezu überrannt und fand kein Mittel gegen diesen Sturmlauf.
Der fällige TieBreak führte nach zunächst ausgeglichenen Verlauf beide Teams an ihre Grenzen. Schließlich mussten die Gastgeberinnen aufgrund etlicher vermeidbarer Fehler und ihres kürzeren Atems den jungen Gästen den Vortritt lassen. Eine vermeidbare Niederlage, die allerdings nur bedingt wehtat.
(Franz Vogel)

Für die TG spielten: Carolin Buschbacher, Silvana Schellhorn, Katja Real, Tabea Wagner, Corinna Bertsch, Sybille Bosch, Laura Weber, Alexandra Graf

TG Nürtingen - TG Bad Waldsee 1:3 (19:25. 26:24 16:25, 18:25)

Mit 3:1 waren die Bad Waldseer TG-Frauen beim Tabellennachbarn TG Nürtingen erfolgreich. Dieser Sieg entbindet die Mannschaft von jeglicher Sorge um den angestrebten Klassenerhalt. Frühzeitig einen gesicherten Mittelfeldplatz zu erreichen, lautete im letzten Herbst das Saisonziel. Es ist dem Team drei Spieltage vor Saisonende bereits gelungen.
Nach ausgeglichenem Einstieg in das für beide Teams zumindest vorentscheidende Spiel konnte die TG deutlich davon ziehen. Entscheidend dabei war der Angriffsdruck, den die TG-Frauen aufbauten, gepaart mit vorbildlicher Konzentration. Bis Satzende gelang beides, ein Verlauf, der bei den TG-Frauen nicht unbedingt saisonübergreifend zu beobachten war.
Zwar begann auch der zweite Durchgang ausgeglichen, bis sich die Gastgeberinnen auf ihren effizienten Block besannen an dem die TG-Angriffe ein ums andere Mal zerschellten. Auf der anderen Netzseite hielten die Gäste mit Kampfkraft dagegen. In einer dramatischen Schlussphase, in der beide Mannschaften ihr Bestes gaben, behielt die örtliche TG knapp die Oberhand.
Gänzlich unbeeindruckt vom Satzverlust zeigte sich das Gästeteam und erarbeitete sich im folgenden Satz eine hohe Führung von 12:3. Dieses Polster schmolz zwar der eigenen kleineren Fehler wegen etwas zusammen, dennoch brachte die Mannschaft Satz drei erfolgreich ins Ziel.
Auch noch zu Beginn des vierten Durchgangs versuchten die Platzherrinnen sich gegen die nun immer überlegener auftretende Bad Waldseer TG zu wehren. Doch die endlich wieder entdeckte Variabilität im Angriff – Außen- wechselten mit Mittelangriffen ab - brachte die Gäste deutlich nach vorne. In der Schlussphase war es den Nürtinger TG-Frauen nicht mehr möglich, entscheidend zu punkten. Mit diesem hochverdienten Sieg machte sich die Mannschaft das schönste Saisongeschenk und wird in der kommenden Spielzeit wieder in der Oberliga auflaufen.

Für die TG spielten: Klara Röttger, Alexandra Graf, Katja Real, Laura Weber, Corinna Bertsch, Sybille Bosch, Carla Baer, Caro Buschbacher

TSV GA Stuttgart II - TG Bad Waldsee 3:2 (24:26, 24:26, 25:18, 28:26, 15:12)

Pandemiebedingt musste das Auswärtsspiel in Stuttgart abgesagt werden und ging vergangenen Mittwoch über die Bühne. Dabei verlangten die TG-Frauen dem Tabellendritten alles ab. Stuttgart – immerhin noch im Aufstiegsrennen mit guten Chancen versehen – hatte sicherlich nicht mit einem derartig zähen Widerstand des Gästeteams gerechnet. Umgekehrt bewegt sich das TG-Team mittlerweile gefährlich nahe am kritischen Bereich des Abstiegs. Mehr denn je muss das Ziel Klassenerhalt heißen.
Denkbar eng verlief der erste Satz. Die Gästemannschaft ging konzentriert mit nur wenig Eigenfehler ans Werk und führte knapp bis zum Satzende. Stuttgart stemmte sich gegen den Satzverlust allerdings ohne Erfolg. Ganz ähnlich ließ sich Durchgang zwei an, wieder ging es sehr eng hin und her. Lange attraktive Ballwechsel konnte man erleben, die zur Freude der Gäste meist die TG mit dem glücklicheren Ende vorne sahen.
Im dritten und vierten Satz verfiel die bis dahin souverän aufspielende TG-Mannschaft in ihre alten Fehler. Wieder fehlte es an Konstanz und eigenartiger Weise konnten die TG-Frauen keine erkennbare Sicherheit aus den ersten zwei erfolgreichen Durchgängen gewinnen. Klar endete der dritte Spielabschnitt für Stuttgart, zum Ende des vierten Durchgangs allerdings fand die TG zu ihrem Spiel. Es gelang ihr, einen großen Rückstand (4:10) aufzuholen und erfolgreich gegenzuhalten. Kurz vor Satzende gelang gar die Führung, nur wenig fehlte in dieser Phase an dem durchaus vorstellbaren 3:1 Sieg der TG. Das Satzfinale allerdings verlief nicht im Sinn der TG, die ihr hohes Niveau nicht halten konnte.
Der finale Akt spiegelte wie so oft den Spielverlauf im Zeitraffer. Den großen Rückstand von 5:10 konnte die TG ausgleichen, gab dann aber ab 11:11 die Dominanz aus der Hand. Eine vermeidbare Niederlage war damit besiegelt.

Für die TG spielten: Tabea Wagner, Klara Röttger, Alexandra Graf, Katja Real, Laura Weber, Corinna Bertsch, Sybille Bosch, Carla Baer

TSG Backnang - TG Bad Waldsee 3:0 (25:23, 25:19, 25:22)

Das klare Spielergebnis täuscht etwas über die tatsächlichen Abläufe. Das TG-Team hielt nicht nur konsequent dagegen, vielmehr gelang es den Gästen zumindest im ersten und dritten Satz das Spiel wenigstens phasenweise zu bestimmen. Die fehlende Konstanz dieser Mannschaft zieht sich wie ein roter Faden durch die Spiele dieser Saison. Wenigstens erkannte man deutliche Fortschritte vom Hinspiel im Herbst, als beim damaligen 0:3 die TG-Frauen nahezu chancenlos agierten.
So gelang der Einstieg ins Spiel mit kleinem Vorsprung, ausgelöst von einer engagierten und überlegten Defensive. Abwehr und Annahme der gegnerischen Angriffe und Aufschläge klappten auf TG-Seite, wenngleich sich die Gastgeberinnen im Laufe des Spielabschnitts mehr und mehr heranarbeiten konnten. Gegen Ende des Satzes zeigte die Angriffserfolgsquote der TG steil nach unten. Der Satzendstand von 25:23 für die Platzherrinnen klingt knapp, gab nicht das wahre Geschehen wieder und verunsicherte die Mannschaft zusehends.
Diese Verunsicherung setzte sich im zweiten Satz fort. Die Eigenfehler der TG häuften sich und der Rückstand geriet immer deutlicher. Doch auch das gastgebende Team konnte sich keine dauernde Überlegenheit erarbeiten, was zwischenzeitlich die TG etwas näher heranbrachte. Es war zu spüren, dass das Bestreben der TG, das eigene Spiel zu finden, sich nicht dauernd in die Defensive drücken zu lassen, langsam Früchte trug. Bis gegen Ende des Abschnitts. Noch einmal fiel das Team in alte Fehler zurück und hatte den zweiten Satz eher deutlich mit 19:25 abzugeben.
Unglücklich gingen die TG-Frauen an den Start des finalen Satzes. Der 0:4 Rückstand führte zur Auszeit, in der wohl die passenden Worte fielen. Jedenfalls zeigte sich die Mannschaft danach von ihrer kampfbereiten Seite, was zur Führung in der Satzmitte führte. Einen kleinen Vorsprung retteten die TG-Frauen bis zum Stand von 22:20. Dann – siehe roter Faden –sah sich die TG nicht in der Lage, dem Endspurt der gastgebenden TSG die nötige Power entgegenzuhalten. Das 22:25 Satzergebnis besiegelte eine herbe Niederlage, aus der die Mannschaft aber einiges lernen kann.

Für die TG spielten: Carolin Buschbacher, Corinna Bertsch, Tabea Wagner, Carla Baer, Sybille Bosch, Laura Weber, Katja Real, Klara Röttger, Alexandra Graf

MTV Ludwigsburg 2 - TG Bad Waldsee 3:2 (25:22, 18:25, 25:18, 23:25, 18:16)

In einem hoch spannenden und auf gutem Niveau stehenden Oberligamatch verlangten die TG-Frauen den hoch favorisierten Gastgeberinnen vom MTV Ludwigsburg auch das Letzte ab, um am Ende als Unterlegene, doch hoch erhobenen Hauptes die Halle zu verlassen. Diese Niederlage ist gefühlt fast ein Sieg und der erreichte Punkt vergrößert noch einmal den tabellarischen Abstand zur Abstiegszone. Gecoacht wurden die Oberschwäbinnen in diesem Spiel von Jan Herkommer.
Schier unüberwindlich schien der hohe Block der Gastgeberinnen für die Kurstädterinnen zum Auftakt des langen Duells. Dazu taten sich die TG-Frauen schwer, ins Spiel zu kommen. Doch zeigte sich jetzt schon in Ansätzen die hohe kämpferische Klasse der Gäste. Nur knapp mit 22:25 mussten sie dem MTV den Vortritt lassen, begründet aber auch durch mangelnde Variabilität im Offensivbereich.
In Durchgang zwei zeigte die TG ein gänzlich anderes Gesicht. Hohe Konzentration in der Abwehr sorgte für geordneten Spielaufbau und erfolgreiche Angriffe. Schnell führte die TG mit 11:2, bevor Ludwigsburg besser zurechtkam und einige Punkte aufholte. Starke Aufschläge mit den entsprechenden Folgen bei der gastgebenden Mannschaft sorgten am Ende für einen deutlichen Sieg in Durchgang zwei.
Das dunkle Gesicht des Teams erlebten die Fans im dritten Satz. Alles Positive der vorangegangenen Phase schien vergessen. Schnell geriet das Team aufgrund eigener Unzulänglichkeiten in einen deutlichen Rückstand, den die Gastgeberinnen souverän halten konnten.
Nur sehr schwer erfolgte der TG-Auftakt in Satz vier. Annahmeschwächen verursachten mangelnde Durchschlagskraft im Angriff und die Tabellenzweiten nahmen diese Geschenke dankend an. Doch gelang es Jan Herkommer, den Seinen so etwas wie neues Leben einzuhauchen. Obwohl mit 17:22 überaus deutlich im Rückstand, rappelten sich die TG-Frauen noch einmal auf. Begünstigt von einer temporären Schwäche des Favoritenteams drehte die TG dieses bereits verloren geglaubte Match zu ihren Gunsten. Mit 25:23 glich die Mannschaft den Spielstand aus und erreichte den doch so nicht erwarteten TieBreak.
In diesen startete die TG erfolgreich und konnte mit 7:5 eine knappe Führung erreichen. Nach einer Schwächephase der TG stand es bei Seitenwechsel 8:7 für den MTV, der nunmehr alle Kräfte bündelte und auf 14:11 davon eilte. Die TG hielt dagegen und glich zum 14:14 aus. Daraufhin gab kein Team auch nur einen Deut nach. Hochspannung stellte sich ein, denn spannende Ballwechsel und aufopferungsvolle Abwehraktionen beider Teams gerieten zu einem echten Spektakel. In einem Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdiente, besaßen am Ende die Platzherrinnen den längeren Atem und vollendeten einen glücklichen, wenn auch nicht unverdienten Sieg.

Für die TG spielten: Laura Weber, Sybille Bosch, Alexandra Graf, Carla Baer, Klara Röttger, Corinna Bertsch, Katja Real, Tabea Wagner

TG Bad Waldsee - TSG Reutlingen 2:3 (19:25, 25:19, 22:25, 25:15, 5:15)

Vielleicht einkalkuliert, doch immerhin knapp unterlagen die Oberliga-Frauen der TG Bad Waldsee gegen die TSG Reutlingen. Die 2:3 Heimniederlage bringt tabellenmäßig immerhin einen Punkt, der allerdings dringend nötig ist, will die Mannschaft den Klassenerhalt sichern.
Viele Eigenfehler verursachten schon zu Beginn der Auseinandersetzung einen Riesenrückstand von zehn Zählern, den aufzuholen die Möglichkeiten der TG bei weitem überstieg. Umso bemerkenswerter das Aufbäumen zum Satzende der an diesem Tag von Simon Scheerer und Evi Müllerschön gecoachten Mannschaft.
Die Lektion des ersten Satzes hatten die Platzherrinnen sehr schnell verdaut. Ihrerseits setzte sich der unbedingte Kampfgeist des ersten Durchgangs fort, der sich in aufopferungsvollen Abwehraktionen verkörperte. Dazu kamen gelungene Angriffe über die Mitte des Netzes, im Volleyball immer ein wichtiger Garant, um ein Spiel zu dominieren. So konnten die Gastgeberinnen diesen Spielabschnitt deutlich zu ihren Gunsten ins Ziel bringen und den Satzausgleich schaffen.
Nun setzte sich das Duell der beiden Teams als Achterbahnfahrt fort, denn wiederum zeigten die Gäste ihre ganzen Möglichkeiten. Der alte Fehler der TG-Frauen, ein Spiel nie ganz auf einer ausreichenden Qualitätsstufe halten zu können, zeigte sich wieder in erschreckend vielen vermeidbaren Eigenfehlern. Hatten die TG Frauen noch beträchtliche Zeit sicher geführt, gelang es nicht, das eigene Niveau auch diesen Satz lang zu halten. Die TSG drehte wieder einmal den Spieß um und schaffte letztlich verdient den Satzgewinn.
Die Gastgeberinnen ließ in der Folge keinen Zweifel daran, nunmehr ihrerseits das Geschehen zu bestimmen. Jetzt brillierten due Annahmespielerinnen und brachten damit die Zuspielerin in die komfortable Position, die Vorlagen sehr zielgerichtet verteilen zu können. Die angespielten Angreiferinnen ließen sich dann auch nicht lange bitten und brachten ihre Schmetterschläge und Trickbälle serienweise auf den gegnerischen Boden. Und dieses Mal hielt Konzentration und Kondition, ein überaus deutlicher Satzgewinn und damit ein sicherer Punkt in der Oberligatabelle waren erreicht.
Das I-Tüpfelchen wäre ein möglicher Erfolg im anstehenden TieBreak gewesen. Wäre. Überaus deutlich zeigte sich zum Leidwesen der Fans der Kräfteverschleiß des bewegten Spiels bei den Gastgeberinnen. Fast keine echte Gegenwehr brachte das Team zustande, die Luft war weg, damit auch der letzte unbedingte Wille, diesem enge Match eine nochmalige Wendung zu geben. Überaus deutlich streckten die TG-Frauen die Waffen nach einem hart umkämpften Match.
Was der gewonnene Punkt am Ende wert ist, werden die kommenden Spiele zeigen. Schon der nächste Gang führt zum Tabellenzweiten MTV Ludwigsburg. Noch trennen die TG sieben Punkte von der eigentlichen Abstiegszone, die augenblicklich noch ein fast sicheres Polster bedeuten. Doch gibt erfahrungsgemäß häufig unerwartete Ergebnisse, die das TG-Team noch in Bedrängnis bringen könnten.
(Franz Vogel)

Für die TG spielten: Carla Baer, Corinna Bertsch, Sybille Bosch, Carolin Buschbacher, Alexandra Graf, Katja Real, Klara Röttger, Tabea Wagner, Laura Weber

TG BIberach - TG Bad Waldsee 3:1 (25:22, 24:26, 25:18, 29:27)

Mit Ausnahme des dritten Spielabschnitts erlebten die Fans eine hart umkämpfte Partie, bei der jeder Punkt mühevoll erarbeitet wurde und letztlich die unglücklichere Sechs unterlag. Bezeichnend für das ganze Spiel zeigte sich mangelnde Konstanz bei beiden Kontrahenten.- Im Laufe des nicht nur tabellarischen Nachbarschaftstreffens durchlitten beide Mannschaften immer wieder Höhen und Tiefs.
Zunächst stabil starteten die Gäste aus der Kurstadt ins Match. Frühzeitig lagen die TG-Frauen vorne und konnten lange Zeit eine stabile Führung halten. Garanten dafür waren eine starke Blockarbeit und eine ganze Reihe zwingender Angriffe. Markant in diesem Satz zeigte sich eine fulminante Aufschlagsserie von Tabea Wagner. Doch das an diesem Tag unweigerlich dazu gehörende Leistungstief befiel die Gäste zum Satzende. Eine hoch effiziente Aufschlagsserie der Gastgeberinnen drehte das Spielglück. Knapp und aus Waldseer Sicht etwas unnötig behielt die gastgebende Biberacher TG die Oberhand.
Im zweiten Teil konnte sich zunächst kein Team absetzen, erst zur Satzmitte veränderte sich das Szenario. Eine erneute Schwächeperiode der Bad Waldseer Frauen nützten die Platzherrinnen, um sich einen fast komfortablen Vorsprung zu erarbeiten. Mit immerhin 23:19 lagen sie in Front, als sich die Gastmannschaft zur leidenschaftlichen Gegenwehr entschloss und umgekehrt wie im ersten Satz, das Spiel zu ihren Gunsten drehte.
Es waren solide und kraftvolle Aufschläge auf Biberacher Seite, die den Spielverlauf im dritten Akt eindeutig bestimmten. Diesem Druck konnte die Gäste-TG nicht Stand halten und musste eine deutliche Satzniederlage einräumen. Zu keiner Phase war es in diesem Spielteil den Bad Waldseer TG-Frauen gelungen, ein konstruktives oder aggressives Spiel aufzuziehen. So endete dieser dritte Satz als einziger ziemlich klar und ging auch in dieser Höhe verdient ans Biberacher Team.
Obwohl die Mannschaft mit frischem Mut und neuem Elan in den vierten Satz startete, geriet sie durch Konzentrationsfehler rasch in einen Fünfpunkterückstand. Fast schien das Spiel zu diesem Zeitpunkt entschieden, hätten sich nicht, die an diesem Tag von Simon Scheerer und Jonas Weber betreuten Frauen, auf ihre alten Tugenden besonnen. Mit der Devise „über Kampf zum Spiel“ arbeiteten sich die Gäste immer wieder heran, freilich auch immer wieder von Schwächephasen unterbrochen. Als es 17:22 stand, gelang Carla Baer eine exzellente Aufschlagsserie zum Stand von nunmehr 22:22. Schließlich wehrten die Gäste noch fünf Matchbälle ab, bevor sie zum Stand von 29:27 die Segel als das unglücklichere Team streichen mussten.
Die große kämpferische Leistung wurde am Ende nicht belohnt, doch lässt sich für den Rest der Rückrunde auf diesem Leistungspegel weiter aufbauen.

Für die TG spielten: Carla Baer, Corinna Bertsch, Sybille Bosch, Carolin Buschbacher, Alexandra Graf, Katja Real, Klara Röttger, Tabea Wagner, Laura Weber

TSF Ditzingen - TG Bad Waldsee 3:0 (25:23, 25:17, 25:19)

So ziemlich das Gegenteil eines Weihnachtsgeschenks bekam das TG-Frauenteam am vergangenen Sonntag beim TSF Ditzingen vor die Nase gesetzt. Die Gastgeberinnen belegen zur Stunde unangefochten den ersten Rang in der Oberliga und werden diesen bei normalem Verlauf der Dinge wohl auch noch länger im neuen Jahr behaupten.
Im Spiel gegen die bis dahin Tabellenvierten aus der Kurstadt ließen die Frauen des TSF Ditzingen keine Zweifel über ihre Ambitionen aufkommen. Allerdings mussten sie sich in gewissen Situationen gehörig strecken, um den Spielverlauf zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Die Gegenwehr der Oberschwäbinnen war bemerkenswert und tapfer, wurde allerdings in letzter Konsequenz nicht von Erfolg gekrönt. Die Leistung der TG-Frauen ist jedoch umso lobenswerter, als sie mit einem Rumpfteam von nur sieben Spielerinnen antreten mussten.
Bereits der erste Durchgang war hart umkämpft und kein Team konnte sich deutlich absetzen. Erst auf den letzten Drücker beim Stand von 23:23 riss der Faden bei der TG. Der Satzgewinn für die Gastgeberinnen war die schmerzhafte Folge.
Nicht so umkämpft verlief der nächste Spielabschnitt. Frühzeitig ging Ditzingen klar in Führung, lediglich sporadisch gelang es der TG, die Abstände zu verringern. Der dritte Satz sah überraschender Weise die TG relativ klar vorn. Doch war sie nicht im Stande den erfreulichen Abstand bis Satzende zu halten. So verlief das Satzende wieder eindeutig für den TSF Ditzingen.
Sicher kann man gegen den Tabellenführer, der in dieser Spielzeit noch kein Match aus er Hand gab, unterliegen und wenn so dagegengehalten wurde, wie in diesem Match geschehen darf sich die Mannschaft um Trainer Akupi durchaus auf die kurze Winterpause freuen. Bereits am 15.1. wird es zum Nachbarschaftsduell nach Biberach gehen.
(Franz Vogel)

Für die TG spielten: Corinna Bertsch, Carla Baer, Laura Weber, Alexandra Graf, Katja Real, Klara Röttger, Tabea Wagner

TG Bad Waldsee - MTV Ludwigsburg 2 3:2 (21:25, 20:25, 25:16, 26:24, 15:6)

Am Nachmittag traten die TG-Frauen ebenfalls gegen einen favorisierten Gegner an, den MTV Ludwigsburg. Schon zum Einstieg zeigten sich die Gäste ihrem Ruf gerecht und spielten ungemein stabil und zielorientiert. Es schien, als ob die TG noch gar nicht im Spiel angekommen war, womit der Satzausgang auch in dieser Höhe für Ludwigsburg den Leistungen entsprach.
Diese Stärke der Frauen aus der Barockstadt setzte sich im zweiten Satz nahtlos fort. Es gelang den TG-Frauen nicht, zwingende Angriffe zu inszenieren, womit das Team frühzeitig mit dem Rücken zur Wand stand.
Es ist Trainer Akupi wohl gelungen, in der Pausenansprache die Seinen auf einen besseren Weg zu bringen. Nun zeigte die TG in Satz drei alle Stärken, die sie in den ersten beiden Durchgängen so schmerzlich hatte vermissen lassen. Mannschaftliche Geschlossenheit verbunden mit einem enormen Kampfgeist prägte jetzt das TG-Spiel. Der Erfolg ließ nicht auf sich warten. Harte Aufschläge gelangen jetzt, die von den Ludwigsburger Frauen nicht entschärft werden konnten. Das Ergebnis dieses dritten Satzes spricht für sich.
Mit Macht stemmten sich in der Folge die Ludwigsburgerinnen gegen einen möglichen TieBreak, dessen Ausgang möglicherweise alles in den ersten beiden Sätzen Geleistete auslöschen könnte. Doch mit etwas Fortune und klarem, Kopf erreichten die TG-Frauen den erhofften Entscheidungssatz.
Was dem MTV wohl zuviel war. Dem Sturmlauf der Platzherrinnen konnten sie nichts mehr entgegensetzen, womit ein denkwürdiges Match für die TG ein hoch erfreuliches Ende fand. Auf dieser – gerade auch mentalen - Leistung seiner Frauen wird Trainer Akupi sicher aufbauen können.

Für die TG spielten: Carolin Buschbacher, Corinna Bertsch, Carla Baer, Laura Weber, Sybille Bosch, Alexandra Graf, Katja Real, Klara Röttger, Tabea Wagner

TSG Reutlingen - TG Bad Waldsee 3:1 (33:35, 25:22, 25:23, 25:10)

Sehr ausgeglichen begann dieses Match. Der überaus lange erste Satz zeugte von der zunächst ausgeglichenen Spielstärke , gepaart mit Nervenstärke und Duchhaltewillen auf beiden Seiten des Netzes. Der Gewinn dieses Marathonsatzes bedurfte einer geschlossenen Mannschaftsleistung unter solider Führung des Trainers Akupi.
Im zweiten Durchgang glänzte die TG-Truppe zunächst durch druckvolle Aufschläge und stabile Abwehr- und Blockarbeit. Zum Leidwesen des Trainers schlichen sich jedoch nach und nach unnötige Eigenfehler ein, die die Gastgeberinnen zusehends in Vorteil brachten. Bei mehr Konsequenz hätte die TG diesen Spielabschnitt durchaus erfolgreich gestalten können. Stattdessen fanden die Frauen von der Achalm wieder ihren Rhythmus und ihre Angriffshärte, was zum Satzerfolg reichte.
Dieser Ablauf wiederholte sich in Satz drei. Zwar konnten die TG-Frauen über einige Phasen der Auseinandersetzung ihre Angriffe druckvoll und geordnet gestalten, letztlich scheiterten sie jedoch an der mangelhaften Konstanz ihres Spiels.
Im Schlusssatz schien es, als hätten die TG-Frauen das Spiel bereits abgehakt. Jedenfalls konnten sie dem Druck der Platzherrinnen nahezu nichts mehr entgegensetzen. So gesehen muss auch dieses Spiel als verdient verloren abgehakt werden.

Für die TG spielten: Laura Weber, Katja Real, Tabea Wagner, Alexandra Graf, Sybille Bosch, Carla Baer, Klara Röttger, Corinna Bertsch

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